Mischa Zverev stichelt nach US-Open-Erfolg seines Bruders gegen Sinner und Alcaraz: "Nicht stark genug"
Von Tom Haferkorn
Update 21/09/2026 um 18:12 GMT+2 Uhr
Mischa Zverev hat nach dem US-Open-Triumph seines Bruders Alexander gegen dessen Hauptkonkurrenten Jannik Sinner und Carlos Alcaraz gestichelt. Grund dafür war die Kritik an seinem Bruder nach dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Zverev wurde der leichte Weg zum Titel vorgeworfen. "Warum waren die nicht dabei?", fragte Mischa Zverev im Interview mit "Sport1" in Richtung Sinner und Alcaraz.
"Unglaublich": Zverev feiert US-Open-Sieg und erklärt kuriose Finalszene
Quelle: SNTV
"Weil sie verletzt waren. Warum ist man verletzt? Weil man irgendwo einfach nicht stark genug ist oder weil man übertrieben hat. Weil man nicht auskuriert hat, wenn es sein musste", erklärte der 39-Jährige, der selbst Tennisprofi war.
Sinner musste die US Open wegen anhaltender Kniebeschwerden absagen. Alcaraz nahm nach einer viereinhalbmonatigen Pause teil, scheiterte allerdings im Viertelfinale an Zverevs Finalgegner Ben Shelton.
Es habe laut Mischa Zverev einen Grund gegeben, warum Sinner nicht teilnahm und Alcaraz noch nicht bei 100 Prozent gewesen ist. "Es war nicht einfach so, dass sie keine Lust haben. In dem Sinne muss man sagen: Guck mal, Sascha ist älter als die Spieler, aber er ist dabei, er ist fit", befand er weiter.
Deswegen sehe der 39-Jährige, der in seiner Karriere bis auf Weltranglistenposition-25. kam, "das überhaupt nicht so, als könnte man es kleinreden. Er ist seit so vielen Jahren dabei."
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Mischa Zverev stichelt gegen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz
Fotocredit: Getty Images
Zverev kämpft sich zurück
Dabei machte er auch nochmal auf die schwerwiegende Bänderverletzung seines Bruders aufmerksam, die sich Sascha Zverev im Halbfinale der French Open 2022 zugezogen hatte.
Damals hätten einige gesagt, dass "er nie wieder so zurückkommen wird, wie er früher war - und dann kommt er zurück und spielt so", freute sich Mischa.
Die Kritik wegen des Balltippens beim Aufschlag, mit der Sascha zuletzt immer wieder konfrontiert wurde, lächelte Mischa indes weg.
Zverev: "Es wird immer jemanden geben"
"Es ist genauso, als wenn man einen Grand Slam gewinnt und jemand sich über die Farbe der Socken beschwert", sagte er und fügte hinzu: "Wenn jemand gewinnt und Erfolg hat, wird es immer jemanden geben, der sagt: Das und das gefällt einem persönlich jetzt nicht."
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Alexander Zverev mit der US-Open-Trophäe
Fotocredit: Getty Images
Nach den zwei Grand-Slam-Siegen ist die Nummer eins der Welt nun das Ziel. Dabei hielt sich Mischa Zverev aber etwas bedeckter.
"Es gibt viele Ziele im Leben. Aber ja, auf dem Papier wäre das ein Ziel, das man noch erreichen könnte. Die Chance besteht", erklärte der Deutsche, der seit mehreren Jahren zum Trainerteam seines Bruders gehört. Wir arbeiten darauf hin und wir gucken, was auf uns zukommt."
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Finalticket gebucht: Zverev führt Deutschland nach Bologna
Quelle: SNTV
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