Patrick Mouratoglou mit Ansage an Carlos Alcaraz wegen geplanter Turnierpausen: "Mit 22 spielt man einfach"

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Carlos Alcaraz will künftig ATP-Turniere auslassen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Das hatte er im Rahmen der US Open angekündigt. Patrick Mouratoglou sieht diese Pläne kritisch. Der Star-Trainer betont, dass Alcaraz trotz der langen Pause mehr Spiele brauche und seine Begeisterung über die gesamte Saison aufrechterhalten müsse. "Er ist 22. Mit 22 spielt man einfach", sagte Mouratoglou.

Carlos Alcaraz muss Kritik von Patrick Mouratoglou einstecken

Fotocredit: Getty Images

Dass der siebenmalige Grand-Slam-Sieger inzwischen 23 Jahre alt ist, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.
"Es gibt Momente, in denen er keine Lust dazu hat - das verstehe ich -, und es ist wichtig, dass er sich damit auseinandersetzt, denn Carlos ist Carlos, wenn er inspiriert ist", erläuterte Mouratoglou, der auf der Tour unter anderem Serena Williams und Stefanos Tsitsipas trainierte, bei "LinkedIn".
Wenn er inspiriert sei, sei der Spanier laut dem 56-Jährigen wahrscheinlich der beste Spieler, aber "diese Begeisterung muss die ganze Saison über erhalten bleiben."
"Aber auch er braucht Spiele", erklärte der Franzose weiter. Alcaraz laborierte lange an einer Handgelenksverletzung, die ihn für viereinhalb Monate außer Gefecht setzte. Erst bei den US Open feierte er sein Comeback und verlor dort im Viertelfinale gegen Ben Shelton.
Der Spanier müsse sein Tennis weiterentwickeln und körperlich bereit für ein Grand-Slam-Turnier sein. Das sei ihm laut Mouratoglou bei den US Open nicht gelungen.

Alcaraz muss Balance finden

Allerdings lobte der ehemalige Star-Trainer die Auftritte von Alcaraz bei den US Open. "Carlos hat bei den US Open großartig gespielt. Monate ohne Wettkämpfe, eine lange Zeit, in der er nicht einmal einen Ball geschlagen hat - und dann kehrt er bei einem Grand-Slam-Turnier auf diesem Niveau zurück", zeigte er sich begeistert.
Nun müsse Alcaraz noch die richtige Balance finden, wenn er seine Aussagen über Wettkampfpausen wahr machen will. "Diese Balance ist schwierig, und es liegt an ihm, sie zu finden", bilanzierte Mouratoglou.
Einen Rat dafür hatte der Franzose parat: "Ich sage nicht, dass er jede Woche spielen sollte, aber zumindest die großen Turniere. Ich würde mir wünschen, dass er vor Saisonende mindestens zwei Turniere in Asien und zwei Hallenturniere bestreitet", erklärte er. Dabei sollte laut Mouratoglou jeweils der Turniersieg das Ziel sein.
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Quelle: SNTV


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